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Als Susanne Hennig vor 20 Jahren die damals noch sehr außergewöhnliche Idee zur Einrichtung einer offenen Bildhauerwerkstatt hatte, fand
sie in Luella Strauss eine engagierte Mitstreiterin. “Ich erinnere mich noch an unsere erste Begegnung. Mehrere KünstlerInnen waren eingeladen, um über Realisierungsmöglichkeiten zu sprechen. Eine Frau
mit knallroter Schirmmütze, dunklem Arbeitsoverall, robustem Schuhwerk mit Stahlkappen und einer unförmig selbstgedrehten Zigarette im Mund irrte suchend übers Gelände. Sie fand uns, kramte mit ihren rissigen
Händen aus einem mit mädchenhaften Kugelschreiberkritzeleien voll geschmiertem Schulranzen die Einladung hervor, stellte sich in hakeligem Deutsch kurz vor und hörte zu. Und während andere Künstler angesichts
der Vorstellung, mit bildhauintessierten Laien zu arbeiten, noch die Nase rümpften, war Luella Strauss begeistert von der Idee. Das war der Beginn einer lange währenden kreativen Zusammenarbeit.”
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